Professionelle Arbeit mit komplex traumatisierten Menschen

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Freitag, 19.10. und Samstag, 20.10.2018 

Die Arbeit mit traumatisierten Menschen ist eine besondere Herausforderung für Fachkräfte in der Beratung, Pädagogik und Psychotherapie. Traumatische Erlebnisse haben für die Betroffenen oft schwerwiegende psychische Folgen. Noch schwieriger ist es für Klienten und Behandler, wenn keine offensichtliche Traumatisierung stattgefunden hat, die Betroffenen aber trotzdem großes psychisches Leid verspüren. Dieses Leid kann durch fortgesetzte Störungen in der Beziehung zu früher bedeutsamen Bezugspersonen entstanden sein und sich bis heute intrapsychisch auswirken.

Das Seminar vermittelt die Grundlagen der Psychotraumatologie, die neurobiologischen Zusammenhänge, Symptome und Folgen von Traumatisierung, ein transaktionsanalytisch-gestalttherapeutisches Modell zum Verständnis komplexer Traumatisierung sowie ein beziehungsorientiertes Beratungsmodell. Die Teilnehmer lernen in schrittweise aufeinander aufbauenden Einheiten die Theorie und erproben anschließend die zugehörigen Interventionsmethoden in Selbsterfahrung. 

Inhalte:

  • Normale und traumatische Reaktionen auf Gefahr
  • Neurophysiologische Reaktion bei Traumatisierung
  • Psychologische Reaktion bei Traumatisierung
  • Affektregulation
  • Traumatisierungsstörungen
  • Komplexe Traumafolgestörung
  • Selbst entwickeltes Schema der professionellen Arbeit mit komplex traumatisierten Menschen
  • Bindung und Beziehungssicherheit
  • Viele Übungen zu Dissoziationsstopp, Reorientierung, Distanzierung, Affektregulation und Achtsamkeit

Ziele:

  • Verstehen der körperlichen, psychischen und hirnorganischen Reaktionen bei einmaliger und anhaltender Traumatisierung sowie der Implikationen für den posttraumatischen Alltag der Betroffenen
  • Kennenlernen des aus diesem Verständnis abgeleiteten Beratungsmodells für die Arbeit mit komplex traumatisierten Menschen
  • Kennenlernen und erproben der passenden Interventionsmethoden für den eigenen Methodenkoffer
  • Möglichkeit zur Peer-/Supervision der eigenen Arbeit mit Traumaklienten

Methoden:

Theorie-Einheiten, Kleingruppenarbeit, Austausch im Plenum, Übungen zur Selbsterfahrung, Supervision in Kleingruppe oder Plenum.

Zielgruppe:

Fachkräfte aus Pädagogik, Beratung und Psychotherapie, die beruflich mit komplex traumatisierten Menschen zu tun haben (werden) und sich von der Pike auf in das Thema einarbeiten möchten.

Dieses Seminar eignet sich nicht als Psychoedukation für Trauma-Betroffene. Es beinhaltet viele Selbsterfahrungseinheiten, die evtl. vorhandene frühere Traumatisierungserfahrungen triggern können. Bitte klären Sie ggf. mit Ihrem Arzt/Psychotherapeuten ab, ob dieses Seminar für Sie geeignet ist.

Konkrete Zeiten:

Freitag, 19.10.18, 10 - 18:30 Uhr
Samstag, 20.10.18, 9 - 17:00 Uhr
17 Unterrichtseinheiten / 13 Zeitstunden

Kosten

€ 300,- incl. reichhaltigem Pausenimbiss (ohne Unterkunft)

Dozentin:

Dipl.-Psych. Adelheid Kühn

Klinische Psychologin, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HpG), geprüfte Transaktionsanalytikerin im Fachbereich Psychotherapie, ROMPC- und Neurofeedback-Therapeutin, Trainerin und Lehrende für Soziales Kompetenztraining, langjährige Berufserfahrung in der Beratung und Psychotherapie Jugendlicher und Erwachsener, Fallsupervision und Bildung.

Anmeldung über:
Email: Oesterle.Institut.HPT@t-online.de